Honorable Mention for the werk_39 Corporate Design

Honorable Mention for the werk_39 Corporate Design

Medical Co-Innovation Lab – Corporate Brand Illustration Serie

The tension between tradition and modernity coined this series of medical brand illustrations. They where positioned as key-visuals transforming the idea of ingenuity “beyond the product”. In the radical contrast to a modern innovation space & environment these visual artwork empower people and context to effect visual clarity on medicine in between the path of tradition to innovation. In the application context of the new brand werk_39 the illustration series are available in 3 styles. Focus is the visual remarkability of the communication and user perception in the brand context.

Text: LICC – London International Creative Competition

werk_39 zählt zu den besten Innovationslaboren Deutschlands

werk_39 zählt zu den besten Innovationslaboren Deutschlands

Das B. Braun-Innovationslabor werk_39 gehört zu den besten deutschen digitalen Einheiten. Das Wirtschaftsmagazin Capital und die Managementberatung Infront Consulting & Management zeichnete das Labor am vergangenen Dienstagabend mit dem „Digital Lab Award 2019“ aus. Die Jury hob damit die konsequente Kundenfokussierung von werk_39 in all seinen Aktivitäten hervor.

Grundlage für die Auszeichnung bildet eine Studie, die aufzeigt, wie Unternehmen den Spagat zwischen strukturiertem Tagesgeschäft und agiler Startup-Atmosphäre schaffen. Capital und Infront zeichnen dabei unter rund 50 Teilnehmern die besten „Digital Innovation Units 2019“ etablierter deutscher Unternehmen aus. Deren Leistungsfähigkeit steht im Mittelpunkt der Untersuchungen.

„Für das gesamte Team von werk_39 und den B. Braun Innovation Hub ist diese Auszeichnung eine wichtige Anerkennung für die geleistete Pionierarbeit. Mit großem Interesse und noch größerem Respekt haben wir das Ranking in Capital in den vergangenen Jahren verfolgt. Dass wir, als Teil von B. Braun, nun selbst darin weit vorne genannt sind, ist Motivation den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Wir wollen weiterhin moderne Innovationsmethodik leben und unseren Kunden den Weg in die Digitalisierung erleichtern“, sagt Sören Lauinger, Vice President Intrapreneurship & Co-Creation, von werk_39.

Die Forscher suchten nach Erfolgsmustern entlang der drei Kernphasen eines Innovationsprozesses: „Innovation Discovery“, „Innovation Development“ und „Innovation Scaling“. In der Kategorie „Innovation Discovery“ – also dem Weg zu erfolgsversprechenden Ideen & Konzepten – hat das werk_39 überzeugt und den zweiten Platz belegt. Das Innovationslabor nahm, bewusst außerhalb des Stammwerks der B. Braun-Tochter Aesculap in Tuttlingen gelegen, vor etwas über zwei Jahren seine Arbeit auf.

In der Kategorie „Innovation Development“ erreichte werk_39 mit dem fünften Platz ebenso eine sehr gute Platzierung. In dieser Kategorie wurde insbesondere die methodische Umsetzung von Konzepten in Prototypen, die Validierung dieser durch Kunden sowie deren Weiterentwicklung zu marktreifen Produkten und Services bewertet.

Studienleiter Thomas Sindemann, Gründer und Geschäftsführer von Infront, erläuterte: „werk_39 trat während der Datenauswertung für uns völlig überraschend in den Fokus. Fernab der sonst für Digitallabore üblichen Großstädte hat sich im beschaulichen Tuttlingen zwischenzeitlich eine schlagkräftige Einheit etabliert.“

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die meisten Innovationseinheiten deutscher Konzerne noch zu klein sind, um den wahren Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Als Muster ist erkennbar, dass die Ressourcenallokation für Innovation nach wie vor in klassische Produktinnovation fließt. Die Studie bringt es folgendermaßen auf den Punkt: „Es gilt anstatt clever zu kleckern intelligent zu klotzen.“

Das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet in seiner Juli-Ausgabe ausführlich zu allen Gewinnern.

Mit Abstand zum Heimatplaneten

Mit Abstand zum Heimatplaneten

Ein Hausbesuch

Seit einem Jahr gibt es das Werk 39 in Tuttlingen, ein Digitallabor von B. Braun und Aesculap. Zweieinhalb Kilometer vom Hauptsitz in Tuttlingen geht es um die großen Zukunftsfragen: Digitalisierung und Big Data.

Keine Krawatten“ steht auf eine der Treppenstufen, die hinaufführen in den zweiten Stock des Werks 39. Genauer genommen steht dort „No ties“, wie alles in dieser B. Braun-Innovationsschmiede auf Englisch notiert wird. Ganze Wände sind beschrieben. Ganz so, als habe jemand schnell etwas notieren müssen, bevor sich die Idee wieder verflüchtigt. Was im Aesculap-Stammsitz am anderen Ende der Stadt so nicht möglich wäre, ist in der Roten Straße 1 in Tuttlingen Programm. Hier wird ins Unreine gedacht, neue Prozesse angestoßen, die Dinge gegen den Strich gebürstet. Misstraue dem Üblichen, könnte so ein Merksatz sein, der die Wände der Innovationsschmiede ziert. Statt dessen ist dort der ehemalige Formel-eins-Weltmeister Mario Andretti zitiert: „If everything seems under control, you’re not going fast enough“ (etwa: „Wenn man glaubt, alles unter Kontrolle zu haben, ist man nicht schnell genug“)
Das Angebot, sich zu duzen, kommt praktisch beim ersten Kennenlernen. In der Konferenz zeigt sich, dass die Aufforderung, die Krawatte zu Hause zu lassen, tatsächlich beherzigt wird. Kapuzenpullis mit dem Logo des Arbeitgebers bestimmen die Szenerie. „Wir agieren auf Augenhöhe“, sagt Sören Lauinger, Leiter des Werks 39. Mit den Mitarbeitern, mit den Kunden. Da störe der übliche Dresscode nur: Glanz schafft Distanz.


Sandkasten und Speerspitze

Der Aesculap-Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Schulz hat das Werk 39 vor kurzem einen Sandkasten genannt – und das keineswegs despektierlich gemeint. Lauinger gefällt das Bild der Speerspitze. Hier sollen die Ideen von morgen, die jenseits des Produktes liegen, entwickelt werden. Innovationen jenseits des Mü-Bereichs. Ein Silicon Valley im Kleinen – vorläufig noch mit einer Stammbesetzung von zehn Mitarbeitern plus jene, die projektbezogen aus der ganzen Welt nach Tuttlingen eingeladen werden. Nach Tuttlingen? Lauinger schmunzelt, denn viele Labore in Sachen digitaler Zukunft sind in die Metropolen gezogen. „Berlin ist in“, sagt der Leiter – und doch ist man in Tuttlingen geblieben. 32 der insgesamt 88 Digitallabore deutscher Großunternehmen haben sich nach einer jüngsten Erhebung des Wirtschaftsmagazins „Capital“ in der Hauptstadt niedergelassen, 16 in München, acht in Hamburg und der Rest versprengt über die ganze Republik. Befürchtungen, Talente seien nicht in die Provinz zu locken, hätten sich so nicht bestätigt.


Vorbild Silicon Valley

Vor einem Jahr hat das Werk 39 seine Arbeit aufgenommen. Nicht auf dem riesigen Werksgelände von Aesculap, sondern mitten in Tuttlingen, in einem älteren Haus, das in den vergangenen Jahrzehnten schon so einige Mieter hatte. „Wir brauchen einen gewissen Abstand“, sagt Lauinger. Gleichzeitig spricht er von der Notwendigkeit einer „Verbindung zum Heimatplaneten“. So umkreist der kleine Satellit das große Gestirn in zweieinhalb Kilometer Entfernung – einer Distanz, in der sich Sicherheitsabstand und Nähe zur Zentrale die Waage halten. Werk 39 sieht sich aber keineswegs als Konkurrenz zum etablierten Bereich Forschung und Entwicklung, sondern viel eher als Ergänzung, als Experimentierlabor, wo im geschützten Umfeld Dinge ausprobiert werden können, die, wenn sie sich bewähren, sicher in den Standard übernommen werden können.
Im Kern geht es im Werk 39 darum, die Herausforderungen einer digitalen Zukunft zu meistern. Labore dieser Art sind in Deutschland in den letzten Jahren viele entstanden. Ausflüge ins Silicon Valley waren Erweckungserlebnisse und führten nicht selten zur Erkenntnis in deutschen Konzernen, die falschen Antworten auf die wichtigen Zukunftsfragen zu haben. Lauinger sieht eine wichtige Rolle für das Digitallabor in Tuttlingen in der Zusammenarbeit von internen und externen Start-ups. Es soll also die Fachkompetenz der eigenen Leute angezapft und diese in Verbindung mit agiler Methodik gebracht werden. Der Konzern aus Melsungen hat derzeit um die 62 000 Beschäftigte – viel Potenzial also, dessen Know how gefragt ist. Dieser Tage ist eine Gruppe im Haus, die sich mit der Digitalisierung im Sterilkreislauf eines Krankenhauses beschäftigt.

Text: SWP / Die Neckarquelle, Markus Schmitz, 06.04.2018 

Gedanken zum Design Award

Gedanken zum Design Award

Wir freuen uns riesig über den iF Design Award, den wir in der Kategorie Service Design / User Experience gewinnen konnten. Während der festlichen Preisverleihung hielt der Design-Papst Prof. Fritz Frenkler die Ansprache. Er ging darauf ein, dass bereits seit der Antike Qualität in der Gestaltung auf drei Säulen basiert: Stabilität, Nutzen und Ästhetik.

Unser im werk_39 verankertes Grundverständnis, dass der wahre Kundennutzen sich insbesondere “beyond the product” heben lässt, bestätigte sich dann im weiteren Verlauf des Abends und der Preisverleihung deutlich. Ein prämierter Kühlschrank, Fahrradsattel oder Wasserhahn mag aus Gründen der Ästhetik besonders gelungen sein, aber es bleibt eben ein Kühlschrank, Fahrradsattel oder Wasserhahn – dabei gerät der eigentlich zu dominierende Aspekt des gesteigerten Kundennutzens stark in den Hintergrund. Für Tuttlingen ist das schon vergleichbar. Beispielsweise bezogen auf die chirurgische Schere oder den Nadelhalter. Das Produkt als solches ist seit Jahrzehnten “ausinnoviert”. Genau wie der Fahrradsattel oder der Wasserhahn. Der gesteigerte Nutzen entsteht hinter dem Produkt.

Impressionen:

werk_39 gewinnt iF Design Award

werk_39 gewinnt iF Design Award

if gold award

Das Innovationslabor „werk_39“ der B. Braun Melsungen AG wurde, gemeinsam mit der Design-Agentur chilli mind, beim diesjährigen iF DESIGN AWARD in der Kategorie Service-Design mit dem „iF gold award“ ausgezeichnet. Eine internationale, unabhängige und hochkarätige Expertenjury bescheinigte dabei dem Team des werk_39 herausragende Designleistungen für seine Räumlichkeiten am Standort in der Roten Straße in Tuttlingen.

Prämiert wurde das architektonische Konzept des werk_39 für den kundenzentrierten „Co-Creation Prozess“. Die Jury bezeichnete den Beitrag als „außergewöhnliches Beispiel eines Service-Design Konzeptes“. „Hier wurde von innen nach außen gestaltet – und dabei stets der (Be-)Nutzer im Blick gehalten, der in den Prozess zugleich eingebunden war“, hielt die Jury in ihrer Begründung fest.

Auch Sören Lauinger, Leiter des werk_39, ist überzeugt vom Ansatz und beschreibt dieses Konzept als Grundpfeiler der Philosophie des Innovationslabors: „Das werk_39 steht für Kundenzentriertheit und agiles Vorgehen. Beides stand bei der räumlichen Konzeption für uns im Mittelpunkt“, sagt Lauinger. Die Innenraumgestaltung beeinflusse dabei den Menschen erheblich. „Der gesteigerte Nutzen entsteht somit – „beyond the product“ – hinter dem Produkt.“ Es geht somit weniger um den Einrichtungsgegenstand selbst, als um dessen Nutzen für die Mitarbeiter – für deren Innovationskraft und Unternehmergeist. Und schlussendlich ebenso für den Kunden.

Die Freiheit, dieses Konzept innerhalb von B. Braun und Aesculap zu realisieren, sieht Lauinger als „riesiges Privileg“ an. Man habe diese genutzt, um die Innovationsfähigkeit gesamthaft zu erhöhen. Denn bei einer Sache ist sich Sören Lauinger sicher: „Innovation lässt sich nicht herbeireden!“

Bei der Zusammenarbeit mit chilli mind konnte das Team auf die Erfahrungen von Firmengründer Oliver Gerstheimer zurückgreifen, der bereits viele „innovation labs“ in anderen Branchen betreut hat. „Gemeinsam mit chilli mind haben wir bereits zu Beginn ganz konkret konzipiert, wie beispielsweise Kunde oder Kollege ihren Besuch bei uns erleben werden“, sagt Lauinger. Viele Dinge, die heute im werk_39 als völlig logisch erlebt werden, seien zuvor digital umgesetzt worden. Zu diesem Erlebnis zählen unter anderem Schraubstöcke aus der traditionellen Fertigung von Aesculap, eine historische Werkbank oder eine Wanduhr aus medizinischen Instrumenten.

„Die Räumlichkeiten des werk_39 verdeutlichen, dass wir auf Augenhöhe mit Kunden, Kollegen und Partnern interagieren. Darin spiegelt sich auch der Unternehmensgrundsatz SHARING EXPERTISE von B. Braun wider“, sagt Lauinger.

Impressionen des Abends: