Sofia Hezel

venture_associate
Sofia Hezel
Ingenieurpsychologie
HFU – Hochschule Furtwangen (Campus Tuttlingen)

Beworben habe ich mich auf die Stelle der UX/UI Designer, im Bewerbungsgespräch wurde mir dann eine 360 Grad werk_39 Stelle angeboten, geworden ist es die Venture Associate Stelle. Die WAS? Ich wusste am ersten Arbeitstag nicht, was meine Jobbezeichnung auf deutsch heißt. Naja also die Ventures sind die einzelnen Projekte, die es im werk_39 gibt und ein Associate ist ein Mitarbeiter. Jetzt denkst du dir sicherlich: „Wow, ein Projektmitarbeiter, wie langweilig!“ Dieser Assoziation wird die Stelle nicht gerecht. Während meiner Zeit hier gab es maximal im Homeoffice Langeweile, als ich warten musste, bis mir jemand zurückgerufen hatte.

implant_tracking_neuro

Mein erstes Projekt startete am dritten Tag meines Praktikums. Thema war, die Nachverfolgbarkeit von wiederaufbereitbaren Neuroimplantaten unter Berücksichtigung der regulatorischen Anforderungen. In meinem Studium hatte ich keinerlei Berührungspunkte mit Medizintechnik. Das brauchte ich auch nicht. In jedem Projekt beginnt man quasi bei null. Die erste Phase ist die Discover-Phase, in der das Problem identifiziert werden soll. Die Projektteams bestehen aus Mitarbeitern aus dem Stammwerk, was bedeutet, dass diese Hintergrundwissen mitbringen. Jedes Projekt behandelt eine neue Fragestellung und mit jedem neuen Thema kommt ein neuer Unbekannter Hintergrund, bei dem man neues lernen kann.

Im Projekt waren meine Aufgaben neben der rechtlichen und technischen Recherche unter anderem die Erstellung von Onlinefragebögen, Interviewleitfäden sowie die Auswertung derer. Außerdem fanden regelmäßige Updates vor dem Sponsor statt wofür gemeinsam im Team die Präsentation vorbereitet und gehalten wurde. Mein Highlight war die Teilnahme in der internationalen Rotation der Neuromarketing Abteilung. Wir durften viermal in vier unterschiedlichen Gruppen unsere bis zu diesem Zeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse präsentieren und diskutieren.

ProQ

Während meiner letzten drei Monate durfte ich in noch einem Projekt mit der Discover-Phase starten. Sehr interessant waren hierbei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum anderen Projekt zu sehen. Dieses Projekt hat sich um das Thema, wie das bereits vorhanden Handdesinfektionsmittel von B. Braun außerhalb des klinischen Umfelds vermarktet werden kann, gedreht. Auch hier habe ich wieder eine Umfrage mit Hilfe eines Onlinefragebogens durchgeführt und Interviews mit Unternehmern geführt. proQ startete in die Experiment-Phase, in welcher ich, mögliche Kooperationspartner kontaktiert sowie viel über das Thema Marketing und Vertrieb gelernt habe.

fazit

Die Zeit hat mich vor viele Herausforderungen gestellt und mir viele Möglichkeiten neues zu lernen geboten. Ich bin jeden Tag gerne ins werk_39 gegangen oder habe den Laptop an gemacht um Teams zu starten – jederzeit würde ich wieder hier arbeiten.